PORTRAIT
Im Dezember 1995 kamen wir auf den Hund. Etwas
kleines sollte es sein und da meine Familie in den 70er Jahren einen Chihuahua in
Pflege hatte, bildete ich mir ein, diese Hunde zu kennen. Also fuhren wir zum
erstbesten Züchter, der in der lokalen Presse seine Welpen anbot - und wir
hatten Glück. Der Züchter verfügte über Sachverstand und seine ganze Familie
war bei der Prägung der Welpen intensiv beteiligt. So erhielten wir einen
gepflegten, aufgeweckten und gesunden Langhaar-Welpenrüden namens Joop Sirius.
Allerdings mutierte der kleine Kerl bei uns innerhalb weniger Wochen zum verwöhnten Einzelkind. Die logische
Konsequenz hieß - es musste ein zweiter Chihuahua her. Leider hatte unser
Züchter keine Hunde mehr abzugeben, so dass wir überregional suchten und in
Köln auf einen anderen Züchter stießen. Hier hatten wir weniger Glück, die
Kaufmotivation hieß Mitleid. Es gab nur eine verstörte, von Milben befallene
Hündin an der Schwelle zum Erwachsenen-Alter.
Als diese Hündin einige Monate später läufig wurde, trauten wir unserem
Joop (er war ja fast noch ein Welpe) keine Vaterschaft zu - und wurden eines
Besseren belehrt. Im August 1996 fiel der erste Wurf mit 5 Welpen ( normal 2-3 ).
Wir wurden Mitglied in einem VDH-Verein
für Chihuahuas, dem CKD. Hier worden wir
sehr offen aufgenommen und unsere Elterntiere (beide aus der Dissidenz)
erhielten leere Registrier-Ahnentafel und die Welpen wurden ins Zuchtregister
aufgenommen.
In den folgenden Wochen setzten wir uns mit der Frage auseinander ob und wie es mit der Zucht weitergehen sollte.
Wir waren froh als wir Kontakt zur holländischen Züchterfamilie Reefs bekamen, bei
der wir im Frühsommer 1997 einen bewährten Deckrüden (Annine's Blue Earl)
kaufen konnten.
In der Folgezeit entwickelte sich ein freundschaftliches Verhältnis zur Familie
Reefs, im Laufe dessen wir einiges über die Chihuahua-Zucht lernen konnten, jedoch auch die Erfahrung machten, dass das Bewusstsein für das was man nicht
weiß größer wird, je mehr man zu wissen glaubt - fast wie im richtigen Leben
halt. Auch war es uns möglich, einige andere Hunde der Familie Reefs für die
Zucht zu benutzen, so dass unsere heutige Zuchtpopulation annähernd
vollständig auf den Hunde des El la Qwinta's Zwingers basiert.
1999 war ein Jahr der Veränderung. Wir zogen in ein etwas abgelegenes Wohnhaus
und es entwickelte sich das Bedürfnis nach einem etwas größerem Hund. Im
Frühjahr 2000 kam die Eurasier-Hündin Dayna vom Buchwald aus der Zucht der
Familie Link zu uns. Nach anfänglicher Skepsis unserer Chihuahuas (die sieht
zwar aus wie ein Hund, die riecht auch wie ein Hund, aber die muss trotzdem ein Berg
sein!) wurde sie von allen als Rudelmitglied, Spielkamerad und Beschützer akzeptiert.
Im Juni 2002 stießen zu unserem Hunderudel dann noch zwei Katzenbabies, die
ohne Schwierigkeiten von all unseren Hunden gut aufgenommen wurden. Vor allem
unsere Dayna nahm sich der Katzenbabies an und bemutterte sie.
Für die Zukunft stellen wir uns vor, unseren Beitrag zu einer gesunden,
freundlichen und dem Standard entsprechenden Chihuahua zu leisten.
Stand: 30. August 2007
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